Wider besseres Wissen: Rasselisten

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Statistiken sprechen deutlich gegen die Sinnhaftigkeit von Rasselisten in der „Hundepolitik“.

Stellvertretend ein Kommentar der renommierten Kynologin Prof. Dr. Dorit Feddersen-Petersen vom Juni 2009:

Eine a priori-Gefährlichkeitsbezichtigung für Hunde einer bestimmten Rassezugehörigkeit entbehrt jedweder Fakten, ist unbiologisch gedacht (interindividuelle Variabilität, systemische Faktoren (Mensch-Hund-Beziehung, frühe Entwicklung des Hundes) werden außer Acht gelassen) und wird somit als Prophylaxe von Beißzwischenfällen für ungeeignet erachtet.

Ein „gesteigertes Aggressionsverhalten“ (…) muss als semantische hypertrophe Sinnlosigkeit abgetan werden, zumal generalisierend in Anwendung auf auf alle Individuen einer Rasse.

(Quelle)

Trotzdem springt nun auch die Regierung in Niederösterreich auf den Zug auf und plant ein Hundegesetz mit Rasseliste, gegen das zur Zeit Unterschriften gesammelt werden.

Gleichzeitig ist in Wien die Einführung eines Hundeführerscheins für die Halter sogenannter gefährlicher Rassen geplant.

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Hunde, Verbote

3 Antworten zu “Wider besseres Wissen: Rasselisten

  1. pyri

    Bemerkenswert. Vielen Dank!
    Ich hab das mit den Hunderassen sowieso (auch) nie verstanden…

  2. Pingback: Billiger Populismus kommt teuer | AllesVerboten.org

  3. Pingback: Symbolfoto: Endlich mal ein echter “Kampfhund” | AllesVerboten.org

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