Gerichtsurteil: Paintball und Menschenwürde

Was früher die Universalkeule der „guten Sitten“ war, wenn man neue, fremde oder unverstandene Dinge verbieten wollte, das ist heute die Menschenwürde. Besonders in der Diskussion um Paintball wurde damit argumentiert, ungeachtet dessen, dass Menschen auch ein Recht auf Freiheit haben und selber enscheiden dürfen sollten, was sie in ihrer Freizeit tun.

Das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen hat nun ein deutliches Urteil gesprochen:

Das Niedersächsische OVG hat in Übereinstimmung mit den vorausgegangenen Urteilen des VG Stade und des VG Lüneburg entschieden, dass Paintball/Reball in der zur Genehmigung gestellten Variante entgegen der Auffassung der beklagten Behörden nicht gegen die Menschenwürde verstößt. Die Spieler machen sich nicht wechselseitig zum bloßen „Objekt“.

Quelle: Pressemitteilung

Für die JuLis aus Winsen/Luhe übrigens ein später Triumph: Gegen den Widerstand sämtlicher Parteien (auch der FDP!) hatten sie sich auf die Seite des Betreibers einer „Reball“-Halle gestellt (Paintball mit Kautschukkugeln) und dafür kräftig Prügel einstecken müssen („für die Politik disqualifiziert“ – ob eine Entschuldigung folgt?)

Via Filterblog

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